Sonntag, 24.12.1995:

Olivia hatte die Nacht völlig ruhig durchgeschlafen. Am frühen Vormittag hielt ich Ausschau nach einem zivilen Beobachter und bemerkte zufälligerweise sofort einen grauen Passat, welcher an unserem Haus vorbei ins Dorf fuhr, nach hundert Metern wieder wendete und nochmals vorbei an unserem Haus das Dorf verließ. Da war er also. Wie versprochen wurde unauffällig observiert. Ein ständiges Gendarmerieauto an unserer Grundstücksgrenze wäre sicherlich ein Foto wert gewesen.

Als ich Großvater von der polizeilichen Beschattung erzählte, meinte er, dies bereits gestern Abend und während der Nacht bemerkt zu haben. Mein Schwiegervater war Jäger und hatte einen leichten Schlaf. Angeblich hatte gegen 5:00 Uhr morgens ein PKW in unserer Einfahrt gewendet. Vermutlich wollte der Beamte mit dem Scheinwerferlicht den Hof ausleuchten, um zu erkennen, ob mein Audi noch am alten Platz stehe.

Ich überlegte, ob nicht ein kleiner Scherz angebracht war. Mit den Kindern musste ich das Haus verlassen, damit Erika Gelegenheit hatte, die weihnachtliche Bescherung vorzubereiten. Wenn ich nun mit den Kindern fortfahren würde, so musste ich annehmen, dass uns jemand folgte, aber nur dann, wenn unsere Abreise beobachtet werden sollte. Wenn diese erst später bemerkt werden sollte, würde vielleicht sogar vermutet werden, ich machte mich mit Olivia wieder aus dem Staub. Dann würde ich eine Fahndung riskieren. Mir verging die Lust auf einen Scherz. Ich wog die Möglichkeiten ab und entschied mich, „deinem Freund und Helfer“ bei seiner Arbeit behilflich zu sein.
Ich rief am Posten an und gab bekannt, dass ich nun mit den Kindern, vor allem aber mit Olivia das Haus verlassen würde und führte auch die Gründe an. Der Diensthabende versprach, dies sofort weiterzuleiten.

Zuerst fuhren wir zu meinen Eltern nach Grünbach und sahen uns ein Video an. Danach besuchten wir meine Großmutter in Winzendorf, die Weihnachten alleine verbringen wollte. Später reservierten wir uns Plätze im Kino und gingen essen. Nach dem Kino, die Kinder konnten es schon gar nicht mehr erwarten, war es so weit. Das Christkind war gekommen!
Die Kinder hatten schon über Herzklopfen und Bauchweh vor Aufregung geklagt. Ich selbst war von einer besinnlichen Weihnachtsstimmung weit entfernt.

Vorbereitung für morgiges Interview „orf“-Report:
- Wie geht es Olivia?
Olivia leidet wegen der Chemotherapie an spastischer Lähmung der Hände und Füße. Die Ärzte können nicht mit Sicherheit sagen, ob sich diese derzeitige Beeinträchtigung normalisieren wird, oder nicht. Bauchschmerzen, deren Ursache bis jetzt noch nicht lokalisiert werden konnte, lassen sie des Nachts oft nicht schlafen. Die künstliche Ernährung garantiert einstweilen für ihr Überleben. Montag nach Weihnachten soll mit der Chemotherapie fortgefahren werden, dann wird sich bei ihr auch wieder eine psychische Depression einstellen. Da seit der Operation noch keine CTs der Leber und der Lunge gemacht wurden, wissen wir auch nicht, ob sie zur Zeit krebsfrei ist oder nicht.
- Wie stehen Sie nun zu Olivias erfolgreicher Behandlung?
Olivia lebt. Die Frage bleibt nur, ob nicht mit der menschlicheren Therapieform der Neuen Medizin von Dr. Hamer ein besseres Ergebnis hätte erzielt werden können. Es liegen uns viele positive Überprüfungen der Neuen Medizin von Schulmedizinern vor, und es gibt bis dato kein einziges negatives Überprüfungsergebnis.

Olivia auf Titelseite
Bild am Sonntag, Titelseite vom 24.12.1995

Wir finden es von der österreichischen Ärztekammer grob fahrlässig zu erklären, dass eine offizielle Überprüfung der Neuen Medizin „nicht vertretbar“ sei. Wir bezichtigen hiermit den Ärztekammerpräsidenten der Steiermark, Dr. Routil, der Unterdrückung von wichtigen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Jetzt von einem schulmedizinischen Erfolg zu sprechen, empfinden wir als Sarkasmus. Olivia besitzt nur mehr eine Niere und wegen der Fortsetzung der Chemo läuft sie Gefahr, ein Dialysefall zu werden. Sie wurde stark radioaktiv bestrahlt, so dass es fraglich ist, ob sie jemals selbst Kinder bekommen kann. Sie muss bis dato künstlich ernährt werden, sonst würde sie verhungern. Sie hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Leberkrebs, was die Ärzte durch Nichterstellen von weiteren CTs zu vertuschen trachten. Letztendlich besitzt die Chemotherapie eine Mortalität von 92% und wir fragen, wer jetzt von einer erfolgreichen Behandlung sprechen kann?

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Montag, 25.12.1995:

Besuch von Frau Dr. Marcovich mit „report“- Team:
Die Sendung „report“ soll kommenden Freitag ausgestrahlt werden. Es wurden die Kinder, vor allem aber Olivia, beim Spielen und Malen gefilmt und ein Interview von uns am Küchentisch aufgezeichnet. Frau Dr. Marcovich bestätigte mir, dass die Flugambulanz vom „orf“ bestellt worden war. Sie versicherte Erika, sie könne sich wegen ihrer Schwangerschaft jederzeit an sie wenden.

Es war offensichtlich, dass diese Ärztin vom „orf“ dazu benutzt wurde, um an Filmmaterial über Olivia zu kommen. Leider kam es zu keinem ausführlichen Gespräch zwischen uns. Ich hätte viele Fragen an sie gehabt, denn viele von ihr gesetzte Aktionen im Verlaufe unserer Geschichte bedurften einer Erklärung.

Erika fuhr mit Olivia ins AKH zurück. In dieser Woche sollte Olivia an jedem Tag eine Chemo erhalten. Wie lange würde Olivia das noch durchstehen?

Besuch von Andi (ehemaliger Schulkollege) mit Freundin:
Wir führten ein langes Gespräch, indem ich mich ihnen vermutlich gut erklären konnte. Andis Freundin war im AKH tätig und hatte Olivia in der Zeit ihrer Strahlentherapie betreut. Sie selbst litt als Kind an Leukämie und hatte zwei lange Jahre eine Chemotherapie erhalten.
Ihre damaligen Leidensgenossen waren alle bereits gestorben. Sie selbst bezeichnete ihr Überleben als Glück, räumte aber ein, dass die heutigen Chemotherapien bei weitem erfolgreicher als damals seien. Dass diese Therapieform eine Mortalität von 92% hätte, konnte sie kaum glauben.
Sie wusste sicherlich einiges über unseren Fall zu berichten, ich wollte aber nicht in sie dringen, damit ich ihr eventuelle Schwierigkeiten ersparen konnte.

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Dienstag, 26.12.1995:

Ich konzentrierte mich auf mein Tagebuch. Für morgen war meine Reise nach München geplant. Dort sollte ich bei der Familie Gärtner jenen Emir treffen, der mich als Vertreiber eines Wasseraufbereitungsgerätes für Österreich gewinnen wollte. Ich rief am Gendarmerieposten in Wr. Neustadt an und fragte nach, ob die Pässe wie versprochen von Herrn Hofrat Marady hinterlegt worden waren. Sie waren es nicht. Ich erhielt die Auskunft, dass sie in einem Safe lägen, zu dem niemand Zutritt hätte. Morgen in der Früh könnte ich sie mir aber holen.

Drehbucharbeit mit Dr. Martin Zimper:
Abgesehen von der Arbeit war für mich interessant, auch den Menschen Dr. Martin Zimper kennenzulernen. Er selbst bezeichnete sich als gläubig und verstand recht gut, was mit uns innerlich im Verlaufe der Geschichte passiert war.
Auf meine Frage, wer denn im „orf“ zu den Freimaurern zählen könnte, nannte er ein paar hochgestellte Namen, von denen er es vermutete. Er selbst bezeichnete sie als Nichtfreunde und gab dies auch als Grund an, warum er von dort weggegangen war. Mein Eindruck von dem Filmprojekt war, dass ich Dr. Martin Zimper sehr wohl ein gutes Drehbuch zutraute. Selbstverständlich blieb noch völlig offen, was der Regisseur aus diesem Drehbuch machen würde.
Wir arbeiteten bis gegen 21:00 Uhr, bis ich schließlich Veronika und die Kinder, die Olivia besucht hatten, von der Bahn in Winzendorf holen musste.

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Mittwoch, 27.12.1995:

Morgens auf der Bezirkshauptmannschaft:
Herr Hofrat Marady kam erst gegen 8:00 Uhr. Er erklärte, dass wir nicht vereinbart hätten, den Reisepass an einem Feiertag am Gendarmerieposten zu hinterlegen. Da ich dementierte, dies mit ihm sehr wohl vereinbart zu haben, versuchte er es schließlich als ein Missverständnis hinzustellen. Vermutlich hatte er es einfach vergessen, überlegte ich und beließ es dabei.
Er holte die Reisepässe und übergab mir den meinigen. Eigentlich bräuchte überhaupt nur Erika ihren Pass zu hinterlegen, da nur bei ihr Olivia eingetragen sei und meinen könnte ich ja in Hinkunft behalten, schlug ich dem Hofrat vor. Er erwiderte, dass er aber gerade vor mir „Angst“ habe, dass ich unüberlegt handeln könnte. Die Frauen, so erklärte er weiter, seien im Allgemeinen besonnener. Eigenartig umständlich war sein Vorschlag, ich sollte hinkünftig meinen Reisepass in Bad Fischau abliefern, der Reisepass von Erika sollte aber auf der BH - Wr. Neustadt bleiben.
Typisch war wieder sein geführter Monolog, welchen er wiederholt mit der Bemerkung schmückte, mit mir nicht diskutieren zu wollen und eigentlich von mir keine Antwort und kein Statement wünsche, da sowieso unsere beiden Ansichten über die Chemotherapie grundverschieden seien. Einen sarkastischen Lacher konnte ich nicht unterdrücken, hörte ihm aber höflich bei seinen Ausführungen zu, obwohl ich schon längst auf der Autobahn Richtung München unterwegs hätte sein müssen. Mit mehreren ausführlichen Beispielen erklärte er mir, dass viele ihm persönlich bekannte Leute zu Belangen, von denen sie absolut keine Ahnung hätten und nur aus Büchern wüssten, öffentlich ihre Meinung kundtäten.
Damit spielte er natürlich auf mich an. Er wollte mir erklären, dass ich wohl belesen war, aber absolut keine tiefgreifenden medizinischen Zusammenhänge verstand. Weiters war es für Herrn Hofrat Marady typisch, immer wieder zu betonen, dass er auch selbst von medizinischen Fragen absolut nichts verstehen würde und sich absolut auf die Ärzte verließe.
Der tragische Unterschied zwischen ihm und mir war aber doch der, dass er, trotz selbst eingestandener Unwissenheit, in der Position stand, Entscheidungen über die Therapie meiner Tochter treffen zu dürfen. Zumindest offiziell ...
Dann meinte er, mit mir „von Mann zu Mann“ sprechen zu können und erklärte, dass leider oftmals eine Chemotherapie nur mehr zur Lebensverlängerung gegeben werden würde, dies aber, Gott sei Dank, bei Olivia nicht der Fall sei.
Ich überlegte, ob ich ihn erneut auf die Studie des Herrn Dr. Dr. habil. Abel, Universität Heidelberg, hinweisen sollte, die eine Lebensverlängerung durch diese Therapieform sehr in Frage stellt. Ich verkniff mir aber meine Bemerkung. Es hätte keine Sinneswandlung beim Hofrat erzielt.
Herr Hofrat Marady trat mir aber sonst absolut freundlich gegenüber auf, so dass es mir schwer fiel, ihm überhaupt böse zu sein. Freundlich erkundigte er sich über die mit den Kindern verbrachten Weihnachtsfeiertage. Wenn mir ein Mensch freundlich entgegenkommt, so ist es mir nur schwer möglich, ihn zu brüskieren, es sei denn, ich erkenne sein doppeltes Spiel. Beim Hofrat war ich mir da nicht sicher.

Treffen bei Familie Gärtner in München:
Nach einer kleinen Autopanne (der Stecker des Thermostates war abgegangen, so dass der Kühler fast übergekocht wäre) erreichte ich, dank der ausgezeichneten Wegbeschreibung, problemlos mein Ziel. Ich wurde herzlich von Gärtners empfangen, und nach einer kleinen Kaffeepause fuhren wir zu deren Gärtnerei, wo schon ein paar Leute auf die Vorführung des Wassersäuberungsgerätes warteten. Da sich Emir Ismail etwas verspätete, hatte ich Gelegenheit, mit einem in Not geratenen Pharmakologen Bekanntschaft zu schließen. Er war Franzose und Halbjude, hatte in aller Herren Länder an renommierten Universitäten studiert und vertrieb für einen großen Konzern Pharmazeutika und Gerätschaften. Die genauen Gründe seiner derzeitigen misslichen Lage verstand ich nur zur Hälfte, da seine Aussprache für mich sehr schwer verständlich war. So weit verstand ich aber, dass einer der Gründe eine Auseinandersetzung mit der Pharmalobby war, bei der er den Kürzeren gezogen hatte.
Ein für mich wichtiges Argument gegen die behandelnden Ärzte von Olivia kristallisierte sich aber im Laufe des Gespräches heraus. Die Ärzte erklärten immer wieder, Olivia mit zusätzlicher Strahlenbelastung eines CTs nicht belasten zu wollen. Warum erstellten sie dann kein NMR (Magnetresonanz)?
Bei diesem Verfahren wird statt einer Radiobestrahlung ein elektrisches Magnetfeld verwendet, welches den menschlichen Körper nicht belasten würde, die Bilder aber wesentlich schärfer darstellen konnte. Ich nahm mir vor, diese Frage bei nächster Gelegenheit auf das Tablett zu bringen.
Herr Ismail hatte das Gerät gebracht, und sofort wurde mit einer Brühe aus einer Sickergrube ein Versuch vorgenommen. Das Ergebnis war enttäuschend. Das gewonnene Wasser war trübe und roch. Erst mit der Zeit wurde klar, dass dieses Gerät lediglich ein Teil einer Gesamtanlage war, welche man sich wie Bausteine zusammensetzen musste. Dieses Gerät kann Festkörper bis 0,02 Mikrometer heraussieben. Bakterien haben einen Durchmesser von 1 μm. Nachgeschaltet werden kann ein Aktivkohlefilter und ein Gerät, das die Nitrate sowie Viren entfernen kann. Für einen Haushalt würde aber völlig ein Feststofffilter genügen.
Mitte Jänner, wenn der Emir wieder in Deutschland sein würde, wären auch die Überprüfungsergebnisse aus Oslo zur Verfügung und auch Prospektmaterial. Sollte ich mit meiner Selbständigmachung seitens der Behörden Schwierigkeiten bekommen, so wäre auch eine andere Lösung für Herrn Ismail denkbar. Ich würde eben auf reiner Provisionsbasis arbeiten und könnte es mir aussuchen, ob diese in Österreich oder in den Emiraten ausbezahlt werden sollte.
Beide, der Franzose sowie der Emir erklärten mir, dass der Fall „Olivia“ in deren Ländern niemals möglich gewesen wäre69. Die Elternrechte wären dort unantastbar. Der Franzose erwähnte auch, dass wahrscheinlich aus diesem Grunde diese Geschichte nicht derart präsent in den französischen Medien gewesen wäre. Schließlich lernte ich noch einen Mann kennen, der ein homöopathisches Mittel gegen Algenbefall von Teichen und auch für Wachstumsförderung von Pflanzen entwickelt hatte.
Nach dem Abendessen bei den Gärtners brach ich meine Heimreise an. Dies tat ich gegen den Willen der Familie, die mich gerne bei ihr nächtigen lassen wollte. Sie überhäuften mich mit Proviant und Geschenken für Olivia und auch von ihrem 10-jährigen Sohn erhielt ich mehrere schöne Mineralienexemplare als Präsent für meine Kinder. Ein interessantes Mittel, welches imstande war, Wasser zu binden, wurde mir ebenfalls mitgegeben.
Die Heimreise war anstrengend, da meine Scheibenwischanlage zur Gänze ausgefallen war. Auf Deutschlands Autobahnen war Schneematsch, und ich musste mir schließlich wegen der verschmierten Windschutzscheibe etwas einfallen lassen. Bei einer Tankstelle fand ich eine leere Plastikflasche, in der sich ein Scheibenreinigungsmittel befunden hatte. Ich füllte sie mit Wasser, bohrte mit meinem Taschenmesser ein Loch in den Verschlussdeckel und konnte somit unter der Fahrt, Wasser mit Reinigungsmittel auf die Windschutzscheibe aufsprühen. Gegen 1:30 Uhr kam ich müde zu Hause an.

69 Hier irrt der Franzose leider. So hatten französische Eltern, die im Falle ihres leukämiekranken Kindes vor 4 Jahren die Chemotherapie abgelehnt hatten u. darauf das Sorgerecht verloren, mit ihrem heute gesunden Kind damals eine Flucht nach Kanada angetreten und angeboten, die Adresse an Familie Pilhar weiterzuleiten, was jedoch zeitlich mit deren Spanienaufenthalt zusammenfiel. Auch ist es in Frankreich so, dass ein Patient mit diagnostiziertem „Hirntumor“ automatisch entmündigt wird. (Anm d. Verlages)

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Donnerstag, 28.12.1995:

Gegen 11:00 Uhr war ich noch völlig erschöpft, quälte mich aber vom Bett hoch.

Erika kam gegen 13:00 Uhr nach Hause. Olivia wollte den Nachmittag bei meiner Schwester Silvia in Brunn am Gebirge verbringen. Dort erwarteten sie verspätete Weihnachtsgeschenke, denen sie natürlich nicht widerstehen konnte. Meiner Schwester Silvia gegenüber hatte ich zur Zeit starke Vorbehalte.
Olivia wünschte, dass Veronika kommende Nacht bei ihr verbringen sollte. So war Erika und mir eine gemeinsame Zeit gegönnt.

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Samstag, 30.12.1995:

Am Morgen machte ich Olivia bereit zur Abreise. Veronika und Helga kündigten Telefonisch an, mit nach Maiersdorf zu fahren. Am Meidlinger Bahnhof kam es zu einer größeren Verspätung, da die Lokomotive kaputtging. Schließlich stiegen wir in einen IC-Zug um, setzten uns in einen Speisewagen und nahmen ein Getränk zu uns. Erika holte uns von Wr. Neustadt ab.

Zu Hause war dann reger Betrieb. Erika und Helga kochten, die Kinder spielten, und ich überlegte, was wir wohl bei dem heutigen Interview alles sagen sollten.

Vorbereitung für „pro 7“:
- Wie geht es Olivia?
Nach den naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin wäre sie seit Mitte September gesund. Die derzeitigen Nebenerscheinung der Zwangschemopseudotherapie sind: spastische Lähmung an Händen und Füßen, Appetitlosigkeit, Depressionen, Übelkeit, Knochenmarksschädigung, Schädigung der Nerven und starke, sporadisch auftretende Bauchschmerzen, deren Ursache die Ärzte im AKH nicht orten können.
Unzählige Überprüfungen der Neuen Medizin von vielen Schulmedizinern bestätigen die Reproduzierbarkeit und die Korrektheit der von Dr. Hamer erkannten 5 Naturgesetzmäßigkeiten.
Die langjährige Unterdrückung der offiziellen Überprüfung der Neuen Medizin lässt die Machenschaften der Pharmalobby erkennen, die über Personen wie die des Herrn Martin Bartenstein bis in die Regierung reicht. Im Sinne sämtlicher Krebspatienten ist die Mitteilung des Ärztekammerpräsidenten Dr. Routil an den Landeshauptmann Herrn Krainer, die medizinische Prüfung der Neuen Medizin nicht vertreten zu können, unverständlich.

Nebenbei erwähnte Helga einen Artikel aus „tv-media“, indem auch der „Runde-Tisch“ veröffentlicht worden war. In dieser Ausgabe kündigte der Moderator und Chef der „orf“-„report“-Sendung, Herr Brandstätter, an, dass im „report-Spezial“ beim geplanten Jahresrückblick über die Ereignisse rund um Olivia, Dr. Hamer und Herr Pilhar sicherlich nicht zu Wort kommen werden.
Ich Vollidiot hatte diese Seite nicht aufgeschlagen gehabt, wusste also von dieser Absicht der „report“-Redaktion nichts, ließ sie aber zu uns nach Hause kommen und gab gutgläubig ein Interview.
In Wirklichkeit war nur Filmmaterial über Olivia gebraucht worden.

Herr Puschler verspätete sich, brachte aber dafür eine Riesentorte und zwei Flaschen Sekt mit. Nach ca. zwei Stunden hatten sie alles im Kasten und brachen wieder auf. Am 2.1.96 soll in der Sendung „taff“ dieser Beitrag ausgestrahlt werden.

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