Nachwort:

Dieses Tagebuch von Helmut Pilhar, dem Vater von Olivia, ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein ganz außergewöhnliches und erschütterndes Dokument:

Es gibt bereits eine Reihe von Tagebüchern von Patienten selbst oder über Patienten geschrieben, die an Krebs erkrankt waren. Sie alle berichten darüber, wie diese armen Patienten, denen die sog. Schulmediziner die Diagnose „Krebs“ gestellt hatten, dagegen zu „kämpfen“ versuchten, aber oft umso schneller starben, je mehr sie „kämpften“. Fast immer war es letztlich der vergebliche Kampf gegen die Panik. Und immer wurden die Diagnosen und Ansichten der Schulmedizin als quasi letzte Instanz, als unantastbares Verdikt angesehen, dem man sich als Patient oder als Eltern eines an Krebs erkrankten Kindes zu beugen hatte. Die Diagnose und Therapie der schulmedizinischen Onkologie wurde zum einen wegen mangelnder Alternativen als unabwendbar akzeptiert und unsägliche Leiden unter der Therapie gerade auch bei Kindern als schicksalhaft und unumgänglich hingenommen, zum anderen aber auch wegen mangelnder eigener Information, mangelndem Selbstvertrauen, blindem Glauben an Autoritäten und Spezialisten und zu schnellem Abgeben der Eigenverantwortung an Medizin-Autoritäten, an die „Götter in Weiß“. Übersehen wurde vielfach, dass bei aller Spezialisierung nicht nur in der Medizin, die Dinge doch immer noch den formallogischen Denkkategorien gehorchen müssen, somit für jeden durchschnittlich intelligenten Menschen logisch nachvollziehbar und erklärbar bleiben müssen! Gerade an diesem Punkt ist es das Verdienst Helmut Pilhars, die unglaublichen Widersprüche und Ungereimtheiten bei der Schulmedizin aufgedeckt zu haben. Helmut Pilhar stellt unter Beweis, dass jeder normale Mensch mit kritischem, wachen Verstand und Wissen z.B. um Statistiken und Zahlenmaterial, die schulmedizinische Onkologie aus den Angeln heben kann, so dass man sich fast fragen muss: „Wie konnte es nur so weit kommen? Wie konnte das so lange gut gehen'? Warum ist nicht viel eher mal ein Vater oder eine Mutter aufgestanden und hat gesagt: ‚Nicht mit uns!‘“

Helmut Pilhar hat eine Lawine losgetreten und die Diskussionen und die Kenntnisse und Erkenntnisse auch bei den sog. Laien werden mit Hilfe dieses Tagebuchs noch weiter zunehmen. An Helmut Pilhar sehen wir, was ein einzelner Mensch erreichen kann, wenn er einen klaren Kopf behält, logisch denken und argumentieren kann und die Charakterstärke besitzt, auch unter Druck und öffentlichem Terror an seiner wohlbegründeten Meinung festzuhalten!

Es ist vielleicht kein Zufall, dass sich dies alles in Österreich ereignete: Bereits Anfang der 90er Jahre bahnte sich in Österreich etwas an:
Die Spezies des mündigen Patienten trat in der Öffentlichkeit immer mehr auf. Eine Sorte von Patient, der wieder selbst sein Schicksal in die Hand nahm, sich über seine Krankheit informierte, über Ursachen Bescheid wusste, immer aufmüpfiger gegenüber der früher völlig unanfechtbaren Schulmedizin wurde. Man diskutierte plötzlich mit den „Göttern in Weiß“. Stellte gar deren bislang akzeptierte Behandlungsmethoden in Frage. All dieses kulminierte oftmals in der Person Dr. Hamers und seiner Neuen Medizin bzw. seinem Zentrum in Burgau. Vorträge und Veranstaltungen in ganz Österreich, die Ausbildung von Ärzten nach der Neuen Medizin waren der Schulmedizin ein zunehmender Dorn im Auge und ein Stachel im Fleisch, den man wieder entfernen wollte. Die Bemühungen, die 5 Naturgesetze der Neuen Medizin in Österreich öffentlich zu überprüfen, scheiterten, mussten scheitern, da sich die österreichische Ärztekammer bereits frühzeitig dazu entschlossen hatte, auf keinen Fall irgendetwas nachzuprüfen, sondern juristisch vorzugehen. Diese vielfältigen außermedizinischen Bemühungen scheiterten samt und sonders schon allein daran, dass 95% der in Burgau das Zentrum für Neue Medizin Aufsuchenden von der Schulmedizin bereits aufgegeben und „austherapiert“ waren. Dies steigerte verständlicherweise die Wut der österreichischen Ärztefunktionäre und der mit ihnen verknüpften Interessengruppen. Unterdessen wurden immer mehr Patienten von „Erduldenden“ zu „Aktivisten“ ihres Gesundungsprozesses.
So ist es kaum Hellseherei, dass Freunde der Neuen Medizin voraussagten, die Schulmedizin werde „zuschlagen“, wenn

1. Ein Kind mit Dr. Hamer in Kontakt käme und dieses
2. einen optisch gut sichtbaren Tumor habe und
3. Dr. Hamer von einer Operation abraten sollte (und sei es auch nur zugunsten eines späteren Operationstermins).

Warum dies?

Die Schulmedizin befindet sich gegenüber der Neuen Medizin in einem Schulenstreit, den sie aber nicht mit fairen und den eigentlich dafür vorgesehenen Mitteln austrägt. Seit 1981 wird das Habilitationsverfahren Dr. Hamers von der Universität Tübingen verschleppt, das nur zu dem Zweck eingeleitet worden war, die Neue Medizin zu verifizieren oder zu falsifizieren. Bisher wollten 9 Gutachter die Neue Medizin an keinem einzigen Fall nachprüfen, sondern gaben nur „subjektive Bewertungsurteile“ ab. Unzählige andere öffentliche Stellen entzogen sich bisher ihrer Pflicht, einen neuen medizinischen Denkansatz zu überprüfen mit den Millionen an Steuergeldern, die eigentlich dafür zur Verfügung gestellt werden.
Auf dem Rücken eines Kindes musste daher dieser wissenschaftliche Schulenstreit ausgetragen werden - mit außerwissenschaftlichen Methoden. Eines Kindes deshalb, weil einem Erwachsenen ja zum Glück (noch) keine Therapie staatlicherseits aufgezwungen werden darf, sich jeder Arzt im Gegenteil der vorsätzlichen Körperverletzung strafbar macht, falls er eigenmächtig eine Heilbehandlung an einem Patienten vornehmen sollte. So garantiert das Grundgesetz das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Macht der Ärzte findet (noch) da ihre natürliche Grenze, wo das grundsätzliche Selbstbestimmungsrecht des Menschen über seinen Körper anfängt. Ein Kind jedoch hat überhaupt keine Rechte und, wie wir mittlerweile wissen, seine Eltern auch nicht!

Warum ein optisch gut sichtbarer Tumor?

Wir leben bekanntlich in einer Welt der (Fernseh-)Bilder. Wollte die Schulmedizin alle mittlerweile mündigen Patienten, vertreten durch ein Kind, entrechten, so musste eine medienwirksame optische Untermalung her - ein Bild eben, das mehr sagt als tausend Worte.

Die dritte Bedingung war die leichteste, da aus den Büchern des Dr. Hamer bekannt ist, dass dieser von Operationen abrät bzw. von Operationen in einem frühen Stadium eines Tumors (Zyste).
So war es kein Wunder, dass das Schicksal seinen Lauf nahm und bei der kleinen Olivia Pilhar Halt machte.
Was nun folgte war ein mit allen Mitteln unserer modernen Gesellschaft inszeniertes Pogrom gegen (medizinisch) Andersdenkende. Die Ingredienzen dieses neuzeitlichen Hexensabbats waren und sind von einer Abscheulichkeit, dass dies unsere vorgeblich demokratische und „offene“ Gesellschaft eigentlich bis in ihre Grundfesten erschüttern müsste.
Von Anfang an zeigte sich, dass die öffentliche Meinung, der offizielle „Gut-Denk“ zentral gesteuert wurde. Eine unheimliche „Unisono-Sprachregelung“ bis ins Detail der Wortwahl erinnerte an Zeiten einer überwunden geglaubten Medien- und Meinungsdiktatur und die Gedanken-Polizei totalitärer Systeme. Deren wichtigstes Merkmal: Die Hauptbetroffenen nicht zu Wort kommen zu lassen, deren Motive und Beweggründe des Handelns durch Wortfetzenjournalismus zu entstellen und damit überzuleiten auf die „Psycho-Schiene“ der „Psychojustiz“.
So nimmt es nicht Wunder, dass der österreichische Presserat die Forderung der Zeitung „Kurier“, Dr. Hamer zu internieren und zu „zwangstherapieren“, ausdrücklich billigte!
Eine Gesellschaft die bereits wieder nach der Internierung Andersdenkender ruft, ist wohl kaum mehr demokratisch!
Medien glaubten den „Volks“zorn entfachen zu müssen gegen Eltern, die verantwortungsvoll und nachdem sie sich umfassend informiert hatten, ihrem Gewissen folgend eine Entscheidung für ihr Kind getroffen hatten. Als bekannt wurde, dass die Mutter Olivias, Erika Pilhar, mit ihrem 4. Kind guter Hoffnung war und damit trotz allem Leid ein bewunderungswürdig positives Zeichen für das Leben setzte, las man die Schlagzeile: „Darf diese Frau noch Kinder haben?“ Ihre Tochter Olivia müsse für die nächsten 5 Jahre in einem Heim aufwachsen.
In was für einer Gesellschaft leben wir?
Werden Kinder demnächst wieder zur Zwangsadoption freigegeben?

Psychojustiz: Nur ein Schlagwort?

1996 wurde das Jahr der psychiatrischen Fern-„Fachgutachten“, durch die drei Menschen, die ein Psychiatrieprofessor noch nie gesehen hatte, von diesem verurteilt wurden.
Mit Vorliegen dieses Tagebuchs ist aber zu hoffen, dass alle diese inquisitorischen Versuche, einer öffentlichen Diskussion aus dem Wege zu gehen und Andersdenkende mit dem „Argument“ der Macht aus dem Wege zu räumen, scheitern werden. Sie werden scheitern an der Wahrheitsliebe Helmut Pilhars, an seiner Aufrichtigkeit und an OLIVIA!

Möge dieses Tagebuch endlich die so dringend notwendige Diskussion über die Methoden der schulmedizinischen Onkologie einleiten und darüber, wie wir in unserer Gesellschaft miteinander umgehen!

 

Verlag Amici di Dirk im April 1996