| Beitragsseiten |
|---|
| 1. Chemotherapie - was ist das? |
| 2. Seite |
| Alle Seiten |
Kapitel 1
Chemotherapie - was ist das?
Zytostatika:
Was sagt das Lexikon?
Zyto - von griechisch kytos = Zelle, eigentlich Rundung, Wölbung.
statika - von griechisch statikós = zum Stillstehen bringend.
Zytostatika sind also Mittel, welche die Zellen des Körpers zum Stillstand bringen.
Die Griechen sagten auch: Panta rei - alles fließt, Das Leben ist also eigentlich Bewegung, Wachstum, Zellteilung...
Die Schulmedizin teilt Zellen in gutartig und bösartig ein. Die einen werden als sinnvoll, die anderen als sinnlos bewertet.
Folglich ist ein Wachstum, in dem ein Schulmediziner keinen Sinn erkennen kann, automatisch sinnlos oder gar bösartig.
Gut und böse. Wir alle haben ein langes Training darin, wie wir zu reagieren haben...
Böses und Bösartiges, böse Menschen wurden und werden bekämpft, verbrannt, ausgerottet, ganz klar.
Wussten Sie, dass das erste Chemotherapeutikum ein Nebenprodukt des 1. Weltkrieges war und aus dem Kampfgas Lost (=Senfgas) gewonnen wurde?
Es ist von diesem Verständnis aus auch klar, dass die in diesem Jahrhundert entdeckten Strahlen (Gamma- Alpha- Beta- u. Neutronenstrahlen) auch für das Zerstörungswerk gegen den Krebs eingesetzt wurden und werden.
Was sagt das medizinische Lexikon (Roche Lexikon Medizin)?
Zytostatika: Substanzen, die den Eintritt der Kern- u./oder Plasmateilung verhindern oder erheblich verzögern bzw. ihren Ablauf unterbrechen, stören. Sie greifen entweder in die Reduplikation oder Transkription der DNS oder in die Ausbildung u. Trennung deren Trägerstrukturen ein u. führen zu teilungsstörenden Chromosomenaberrationen oder unterdrücken die Ausbildung bzw. stören die Funktion des Spindelapparates (u. sind fast stets mutagen )...
SCHUTZMAßNAHMEN BEIM UMGANG MIT ZYTOSTATlKA
(Erlass des Bundeskanzleramtes, Sektion Volksgesundheit, vom 13. Februar 1990)
Zytostatika besitzen neben ihren akuten und chronischen toxischen Effekten noch mutagene und karzinogene Eigenschaften. Bei der therapeutisch indizierten Anwendung am Patienten wurden Fertilitätsstörungen und Chromosomenaberrationen beschrieben.
Ebenso können sie zur Entwicklung eines Zweitkarzinoms führen. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Zytostatika auch für die mit ihrer Anwendung betrauten Personen, also Ärzte und Pflegepersonen, ein gewisses Gesundheitsrisiko bedeuten.
1.1. Am Zubereitungsort sollen während des Arbeitsvorganges nur die mit dieser Arbeit betrauten Personen anwesend sein. Der Raum soll eine Waschgelegenheit und eine Umkleidemöglichkeit besitzen. Essen, Trinken und Rauchen sind in diesem Raum striktest untersagt.
1.3. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören vorne geschlossene Einmal-Mäntel und Latex-Einmal-Handschuhe mit einer Mindestschichtdicke von 0,17 mm. Bei Fehlen einer zentralen Werkbank müssen zusätzlich eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske P2 (= partikelfiltrierende Halbmaske entsprechend ÖNORM Z 1141) getragen werden.
[...] die Bestimmungen des Sonderabfallgesetzes, BGBL. Nr. 186/1983, zuletzt geändert durch BGBL. Nr. 256/1989, zu beachten sind. Der Arbeitsplatz ist nach Abschluss der Tätigkeit gründlich zu reinigen. Nach Ablegen der Arbeitskleidung und Entfernung der Einmal-Handschuhe sind die Hände mit Seife oder Seifenlösung gründlich zu reinigen.
2.1. Bei Vornahme von Zytostatikatherapien sind Einmal-Handschuhe zu tragen. Um den Patienten nicht unnötig zu verunsichern, kann auf das Tragen einer Atemschutzmaske verzichtet werden, wenn sichergestellt ist, dass es dabei zu keiner Aerosolbildung kommt.
4.2. Schwangere und stillende Frauen sowie Jugendliche müssen vom Umgang mit Zytostatika ausgeschlossen werden.
4.3. Kontinuierliches, vorwiegendes Arbeiten mit Zytostatika soll auf maximal 5 Jahren begrenzt werden.
5.3. Eine individuelle Aufzeichnung über den Umgang mit Zytostatika (Art des Umgangs, Präparate und Dosis) in Form eines Risikopasses wäre zu empfehlen.










