die Presse - Prozeß um Olivias Eltern
die Presse, 20.09.1996
Prozeß um Olivias Eltern
Ab 9. Oktober stehen die Eltern der kleinen Olivia Pilhar in Wiener Neustadt vor dem Richter.
WIENERNEUSTADT (m. s.). Einen Streit zwischen der Schulmedizin und der sogenannten „neuen“ Medizin soll es nicht geben. Im Landesgericht Wiener Neustadt versucht man, einen „ganz normalen“ Strafprozeß über die Bühne zu bringen: Von 9. bis 11. Oktober müssen sich dort die Eltern der kleinen Olivia Pilhar verantworten. Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Entziehung eines Minderjährigen aus der Macht des Erziehungsberechtigten.
Im Sommer vorigen Jahres sorgte das siebenjährige Mädchen europaweit für Schlagzeilen, derzeit wird Olivias Geschichte verfilmt. Das Kind litt an einem Krebs-Tumor, seine Eltern verweigerten vorerst eine lebensrettende Operation und flüchteten unter dem Druck der Öffentlichkeit mit dem Kind nach Spanien.
Vater Helmut Pilhar hält bis heute an den höchst umstrittenen Methoden des „Heilers“ Ryke Geerd Hamer fest.
Bleibt Hamer fern?
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt stützt ihre Anklage auf die Erkenntnisse der (Schul-)Mediziner, wonach Olivias Tumor durch die Flucht der Familie lebensbedrohliche Ausmaße annehmen konnte. Schließlich war Olivia - unter höhnischen Bemerkungen Hamers, der seither in Deutschland weilt - operiert und gerettet worden.
Olivias Vater beharrt auf einer Einvernahme des „Heilers“ beim Prozeß. Dies ist aber schon deshalb unwahrscheinlich, da gegen Hamer in Österreich ein Haftbefehl vorliegt. Den Eltern Olivias, die weiter auf dem Wege der Besserung ist, drohen im Höchstfall bis zu drei Jahre Haft.
Ab 9. Oktober stehen die Eltern der kleinen Olivia Pilhar in Wiener Neustadt vor dem Richter.
WIENERNEUSTADT (m. s.). Einen Streit zwischen der Schulmedizin und der sogenannten „neuen“ Medizin soll es nicht geben. Im Landesgericht Wiener Neustadt versucht man, einen „ganz normalen“ Strafprozeß über die Bühne zu bringen: Von 9. bis 11. Oktober müssen sich dort die Eltern der kleinen Olivia Pilhar verantworten. Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Entziehung eines Minderjährigen aus der Macht des Erziehungsberechtigten.
Im Sommer vorigen Jahres sorgte das siebenjährige Mädchen europaweit für Schlagzeilen, derzeit wird Olivias Geschichte verfilmt. Das Kind litt an einem Krebs-Tumor, seine Eltern verweigerten vorerst eine lebensrettende Operation und flüchteten unter dem Druck der Öffentlichkeit mit dem Kind nach Spanien.
Vater Helmut Pilhar hält bis heute an den höchst umstrittenen Methoden des „Heilers“ Ryke Geerd Hamer fest.
Bleibt Hamer fern?
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt stützt ihre Anklage auf die Erkenntnisse der (Schul-)Mediziner, wonach Olivias Tumor durch die Flucht der Familie lebensbedrohliche Ausmaße annehmen konnte. Schließlich war Olivia - unter höhnischen Bemerkungen Hamers, der seither in Deutschland weilt - operiert und gerettet worden.
Olivias Vater beharrt auf einer Einvernahme des „Heilers“ beim Prozeß. Dies ist aber schon deshalb unwahrscheinlich, da gegen Hamer in Österreich ein Haftbefehl vorliegt. Den Eltern Olivias, die weiter auf dem Wege der Besserung ist, drohen im Höchstfall bis zu drei Jahre Haft.
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