die Presse - Olivias Zustand stabil / Hamer droht Verhaftung
die Presse, 07.08.1995
Olivias Zustand stabil
Hamer droht Verhaftung
Leicht gebessert hat sich nach Angaben der Ärzte der Zustand der kleinen Olivia. Die Staatsanwaltschaft ersuchten die deutschen Behörden um Festnahme des Wunderheilers Hamer.
WIEN (g. h./apa). „Olivia ist zwar noch nicht über den Berg, aber sie ist, wenn ich das als Laie sagen darf, zumindest aus dem Tal“, sagte der im Moment für die Vormundschaft der sechsjährigen Olivia zuständige Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt, Herbert Marady. Die Lungenentzündung sei im Abklingen, die Organe funktionierten gut, die künstliche Beatmung der kleinen Patientin habe reduziert werden können.
Trotz Maradys Zuversicht brachten die jüngsten computertomographischen Untersuchungen neue Erkenntnisse über den Krankheitszustand Olivias. „In Lunge und Leber sind wahrscheinlich Metastasen“, hieß es am Sonntag in einer Aussendung des AKH.
Mittlerweile ersuchte die Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft die deutschen Behörden, den untergetauchten Wunderheiler, Ryke Geerd Hamer, zu verhaften. Hamer reagierte auf diese, für ihn brenzlige Situation mit verbalen Rundumschlägen gegen Schulmedizin, Justiz und Medien.
In einem offenen Brief wandte sich jener Mann, der mitverantwortlich ist, daß die sechsjährige krebskranke Olivia Pilhar keiner frühzeitigen Krebsbehandlung in Österreich zugeführt werden konnte, nun sogar an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau. Er fordert die Einberufung eines Gremiums von jeweils drei Ärzten der Neuen Medizin und „Staatsmedizinern, die die Neue Medizin mindestens begriffen haben“, um seine Theorien zu prüfen.
In einem Gespräch mit der APA erklärte Hamer: „Jetzt ist Olivia quasi tot und durch die Bestrahlung kastriert.“ Mit einer Verhaftung wolle man ihn zum Schweigen bringen, „aber das wird ihnen nicht gelingen, denn jetzt kommen die Ohren des Wolfes zum Vorschein.“
Hamer droht Verhaftung
Leicht gebessert hat sich nach Angaben der Ärzte der Zustand der kleinen Olivia. Die Staatsanwaltschaft ersuchten die deutschen Behörden um Festnahme des Wunderheilers Hamer.
WIEN (g. h./apa). „Olivia ist zwar noch nicht über den Berg, aber sie ist, wenn ich das als Laie sagen darf, zumindest aus dem Tal“, sagte der im Moment für die Vormundschaft der sechsjährigen Olivia zuständige Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt, Herbert Marady. Die Lungenentzündung sei im Abklingen, die Organe funktionierten gut, die künstliche Beatmung der kleinen Patientin habe reduziert werden können.
Trotz Maradys Zuversicht brachten die jüngsten computertomographischen Untersuchungen neue Erkenntnisse über den Krankheitszustand Olivias. „In Lunge und Leber sind wahrscheinlich Metastasen“, hieß es am Sonntag in einer Aussendung des AKH.
Mittlerweile ersuchte die Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft die deutschen Behörden, den untergetauchten Wunderheiler, Ryke Geerd Hamer, zu verhaften. Hamer reagierte auf diese, für ihn brenzlige Situation mit verbalen Rundumschlägen gegen Schulmedizin, Justiz und Medien.
In einem offenen Brief wandte sich jener Mann, der mitverantwortlich ist, daß die sechsjährige krebskranke Olivia Pilhar keiner frühzeitigen Krebsbehandlung in Österreich zugeführt werden konnte, nun sogar an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau. Er fordert die Einberufung eines Gremiums von jeweils drei Ärzten der Neuen Medizin und „Staatsmedizinern, die die Neue Medizin mindestens begriffen haben“, um seine Theorien zu prüfen.
In einem Gespräch mit der APA erklärte Hamer: „Jetzt ist Olivia quasi tot und durch die Bestrahlung kastriert.“ Mit einer Verhaftung wolle man ihn zum Schweigen bringen, „aber das wird ihnen nicht gelingen, denn jetzt kommen die Ohren des Wolfes zum Vorschein.“
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