KURIER - Olivias Zustand ist kritisch, Vater durfte sie besuchen
KURIER, 05.08.1995
Olivias Zustand ist kritisch, Vater durfte sie besuchen
Tumor hat schon 1000 Mililiter an Größe verloren, aber Lebensbedrohung besteht weiterhin
„Olivias Zustand ist zwar weiterhin stabil, den Kampf gegen den Tod hat sie aber noch lange nicht gewonnen“, so ein behandelnder Arzt des sechsjährigen schwerkranken Mädchens am Freitag zum KURIER.
Der Tumor hat aufgrund der Strahlenbehandlung und Chemotherapie weiterhin an Größe verloren, hieß es in einem vom AKH herausgegebenen ärztlichen Bulletin.
Die Krebsgeschwulst hat mittlerweile nur noch das Ausmaß vom 26. Juli, etwa 4200 Mililiter. Sie hat sich damit schon um beinahe 1000 Mililiter zurückgebildet. Wie berichtet, hatte der Tumor am Wochenende bereits mehr als fünf Kilo gewogen und beinahe den gesamten Bauchraum ausgefüllt.
Alle lebensnotwendigen Organe und die Aorta waren dadurch bereits stark in ihrer Funktion beeinträchtigt gewesen. Bis Donnerstag noch hatte man befürchtet, der Druck des Tumors könne zu einem Darmverschluß führen. Doch das Verdauungssystem des Mädchens funktioniert noch.
Die Strahlenbehandlung wurde mittlerweile reduziert. Olivia wird jetzt nur noch ein Mal täglich eine Minute lang radiotherapiert. „Ihr ohnehin schon völlig geschwächter Körper darf nicht unnötig belastet werden“, so ein behandelnder Mediziner: „Zum Glück ist es durch die Verabreichung der Antibiotika ja gelungen, die Lungentzündung unter Kontrolle zu bringen. Auch andere Infektionen sind bis dato nicht aufgetreten. Trotzdem ist Olivias Zustand weiterhin sehr kritisch, jederzeit müssen wir damit rechnen, daß Komplikationen auftreten. Die Kleine muß sicherlich auch in den kommenden Tagen noch im künstlichen Tiefschlaf bleiben.“
Besucht wurde das Mädchen am Donnerstag zum ersten Mal im AKH auch von ihrem Vater. Wie berichtet, war Helmut Pilhar der Zutritt zum Krankenbett seiner Tochter zuvor verweigert gewesen, weil er wiederholt mit Gewaltakten in der Kinderklinik gedroht hatte.
Nach einem eingehenden Gespräch mit einer Psychologin wurde nun dieses Verbot aufgehoben. Wie er es versprochen hatte, verhielt sich der Vater bei der Visite in der Intensivstation ruhig. Weitere tägliche Besuche wurden demnach gestattet.
Tumor hat schon 1000 Mililiter an Größe verloren, aber Lebensbedrohung besteht weiterhin
„Olivias Zustand ist zwar weiterhin stabil, den Kampf gegen den Tod hat sie aber noch lange nicht gewonnen“, so ein behandelnder Arzt des sechsjährigen schwerkranken Mädchens am Freitag zum KURIER.
Der Tumor hat aufgrund der Strahlenbehandlung und Chemotherapie weiterhin an Größe verloren, hieß es in einem vom AKH herausgegebenen ärztlichen Bulletin.
Die Krebsgeschwulst hat mittlerweile nur noch das Ausmaß vom 26. Juli, etwa 4200 Mililiter. Sie hat sich damit schon um beinahe 1000 Mililiter zurückgebildet. Wie berichtet, hatte der Tumor am Wochenende bereits mehr als fünf Kilo gewogen und beinahe den gesamten Bauchraum ausgefüllt.
Alle lebensnotwendigen Organe und die Aorta waren dadurch bereits stark in ihrer Funktion beeinträchtigt gewesen. Bis Donnerstag noch hatte man befürchtet, der Druck des Tumors könne zu einem Darmverschluß führen. Doch das Verdauungssystem des Mädchens funktioniert noch.
Die Strahlenbehandlung wurde mittlerweile reduziert. Olivia wird jetzt nur noch ein Mal täglich eine Minute lang radiotherapiert. „Ihr ohnehin schon völlig geschwächter Körper darf nicht unnötig belastet werden“, so ein behandelnder Mediziner: „Zum Glück ist es durch die Verabreichung der Antibiotika ja gelungen, die Lungentzündung unter Kontrolle zu bringen. Auch andere Infektionen sind bis dato nicht aufgetreten. Trotzdem ist Olivias Zustand weiterhin sehr kritisch, jederzeit müssen wir damit rechnen, daß Komplikationen auftreten. Die Kleine muß sicherlich auch in den kommenden Tagen noch im künstlichen Tiefschlaf bleiben.“
Besucht wurde das Mädchen am Donnerstag zum ersten Mal im AKH auch von ihrem Vater. Wie berichtet, war Helmut Pilhar der Zutritt zum Krankenbett seiner Tochter zuvor verweigert gewesen, weil er wiederholt mit Gewaltakten in der Kinderklinik gedroht hatte.
Nach einem eingehenden Gespräch mit einer Psychologin wurde nun dieses Verbot aufgehoben. Wie er es versprochen hatte, verhielt sich der Vater bei der Visite in der Intensivstation ruhig. Weitere tägliche Besuche wurden demnach gestattet.
Martina Prewein
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