Hörzu - Die Rettung der kleinen Olivia?
Hörzu, 22.03.1996
Die Rettung der kleinen Olivia?
Ihr Fall machte Schlagzeilen, Millionen Menschen nahmen Anteil an dem dramatischen Schicksal des Krebskindes Olivia. Jetzt wurde die Geschichte der siebenjährigen Olivia Pilhar für SAT.1 verfilmt.
Ihr Kampf gegen den Krebs ist aber auch ein klassisches Beispiel für den Streit zwischen Schulmedizin und Scharlatanen. Olivias Eltern vertrauten mehr den fragwürdigen Fähigkeiten eines Wunderheilers als erfahrenen Ärzten. Am Ende siegte die Schulmedizin. Olivia wurde operiert und wird jetzt in einem Wiener Krankenhaus behandelt. Ob sie wieder ganz gesund wird, werden die nächsten fünf Jahre zeigen.
Aber schon jetzt ist klar, daß es neben den herkömmlichen Therapien (Operationen, Chemo- und Strahlenbehandlung) bisher keine wirkungsvollen Alternativen gibt. Haiknorpel-, Mistel-Präparate, Immuntherapien, Mixturen von Wunderheilern - bis heute ist noch in keinem Fall die heilsame Wirkung dieser Mittel durch klinische Tests wissenschaftlich bestätigt worden. Die Schulmedizin dagegen hat in den letzten Jahren Fortschritte vorzuweisen. Die Zahl der Krebsfälle nimmt zwar zu, aber die dadurch bedingten Sterbefälle sind gleich hoch geblieben oder sogar weniger geworden. So sank z. B. in Deutschland die Sterberate bei Hoden-, Blut- und Gebärmutterhalskrebs.
„Skalpell und Strahlen sind allerdings nicht immer ein Allheilmittel“, sagt der Berliner Arzt Wolf E. Büntig, „denn damit werden meistens doch nur Symptome beseitigt. Ziel ist eine ganzheitliche Medizin, die z. B. auch psychotherapeutische Betreuung einschließt, so daß die Betroffenen lernen, gesund zu leben.“
Ihr Fall machte Schlagzeilen, Millionen Menschen nahmen Anteil an dem dramatischen Schicksal des Krebskindes Olivia. Jetzt wurde die Geschichte der siebenjährigen Olivia Pilhar für SAT.1 verfilmt.
Ihr Kampf gegen den Krebs ist aber auch ein klassisches Beispiel für den Streit zwischen Schulmedizin und Scharlatanen. Olivias Eltern vertrauten mehr den fragwürdigen Fähigkeiten eines Wunderheilers als erfahrenen Ärzten. Am Ende siegte die Schulmedizin. Olivia wurde operiert und wird jetzt in einem Wiener Krankenhaus behandelt. Ob sie wieder ganz gesund wird, werden die nächsten fünf Jahre zeigen.
Aber schon jetzt ist klar, daß es neben den herkömmlichen Therapien (Operationen, Chemo- und Strahlenbehandlung) bisher keine wirkungsvollen Alternativen gibt. Haiknorpel-, Mistel-Präparate, Immuntherapien, Mixturen von Wunderheilern - bis heute ist noch in keinem Fall die heilsame Wirkung dieser Mittel durch klinische Tests wissenschaftlich bestätigt worden. Die Schulmedizin dagegen hat in den letzten Jahren Fortschritte vorzuweisen. Die Zahl der Krebsfälle nimmt zwar zu, aber die dadurch bedingten Sterbefälle sind gleich hoch geblieben oder sogar weniger geworden. So sank z. B. in Deutschland die Sterberate bei Hoden-, Blut- und Gebärmutterhalskrebs.
„Skalpell und Strahlen sind allerdings nicht immer ein Allheilmittel“, sagt der Berliner Arzt Wolf E. Büntig, „denn damit werden meistens doch nur Symptome beseitigt. Ziel ist eine ganzheitliche Medizin, die z. B. auch psychotherapeutische Betreuung einschließt, so daß die Betroffenen lernen, gesund zu leben.“
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